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Barbie Garderobe

Nachdem für das Dia de los Muertes Kostüm einige Barbie Köpfe (weiß lackiert und bemalt) benötigt wurden, blieben zahlreiche Barbie Puppenkörper übrig. Aus den Armen habe ich jetzt eine Garderobe gebaut:

Die Arme bestehen, im Gegensatz zu Körper und Beinen, meisten aus Vollmaterial. Der dort verwendetet Kunststoff ist elastischen und zäh, womit die Arme in ihrer angewinkelten Form eine ideale Grundlage für die Haken der Garderobe bilden.

Die Arme lassen sich mit einem scharfen Messer problemlos im gewünschten Winkel vom Schultergelenk trennen. Der Kunststoff bietet, entsprechend vorgebohrt, guten Halt für eine rückseitige Verschraubung mit handelsüblichen Holzschrauben. Hierbei ist nur die richtige Schraubenlänge (fast jeder Arm ist anders) und der entsprechende Bohrwinkel zu beachten. Bei der Trägerplatte handelt es sich um eine alte Küchenfront die ich auf dem Sperrmüll gefunden habe.

Mugshot Set Kids

Nachdem das Mugshot Set so gut angekommen ist, erschien es naheliegend eine Kinderversion zu machen.
Wie das Mugshot Set für Erwachsene besteht das Mugshot Set Kids aus einem A1 Poster mit den typischen Linien und Größenangaben, vier rückstandsfrei ablösbaren Klebepunkten zur Montage des Posters, einer Kreidetafel im Format A4, einem Stück Kreide sowie einem Schwamm!
Für das Mugshot Set Kids brauchte es neben dem geänderten Cover auch ein angepasstes Plakat: Mit einem Abstand von 70 cm vom Boden aufgehängt ergibt sich ein Fotohintergrund für Kinder einer Größe von 90 cm bis 150 cm.

Mugshot Set

Mugshot stammt aus dem Englischen und ist der umgangssprachliche Begriff für Fahndungsfoto. Mugshots sind inzwischen Teil der Popkultur, spätestens seitdem man Poster und Bildbände mit Mugshot Fotos von Berühmtheiten kaufen kann.

Die Verweigerung, die sich bei vielen Menschen einstellt, sobald sie wissentlich fotografiert werden, zeigt sich (verständlicherweise) auch in den Gesichtern auf echten Mugshots. Wer wird schon gerne zwangsweise fotografiert. Es erschien naheliegend ein Mugshot Set zu entwickeln!

Das Mugshot Set besteht aus einem A1 Poster mit den typischen Linien und Größenangaben, vier rückstandsfrei ablösbaren Klebepunkten zur Montage des Posters, einer Kreidetafel im Format A4, einem Stück Kreide sowie einem Schwamm!

Mit dem Mugshot Set lassen auch von linsenscheuen Menschen gute und ausdrucksstarke Fotos machen.

Folgende Aspekte sind hierbei von Vorteil:

1. Der Text auf der Tafel gibt dem Fotografierten eine Orientierung welchen Gesichtsausdruck er machen könnte und lässt ihn gleichzeitig auf eine Art mit seiner Mimik experimentieren, die er sich sonst, im Kontext eines Fotos, nie erlaubt hätte.

2. Der Gesichtsausdruck des Fotografierten und die jeweiligen Text- oder Bildnachricht ergeben zusammen oft überraschende und skurrile Wirkungen.

3. Menschen wissen selten was sie mit ihren Händen tun sollen während sie fotografiert werden. Die Tafel löst dieses Problem.

4. Sogar ein genervter Gesichtsausdruck ist passend!

„Das ideale Spielzeug für Partys, Abi-Feten, das Familien-Fotoalbum oder die nächste Hochzeit!“

Zu kaufen gibt es das Mugshot Set inzwischen unter dem Namen Party Police bei Donkey.

Klangspiel

Ein Grundschulfreund hatte ein Gloggomobil, das mich als Objekt fasziniert hat: Wie bei einer Drehorgel werden Stifte in eine Walze gesteckt; durch Drehen einer Kurbel wird die Walze in Bewegung gesetzt, wobei die Stifte Schlagstäbe aktivieren, die auf einem Xylophon die gesteckte Melodie abspielen.

Die Möglichkeiten damit Stücke nachzuspielen bzw. selbst zu komponieren, empfand ich als eher eingeschränkt:

Die Länge der möglichen Melodie war durch den Walzendurchmesser beschränkt. Die Walze konnte bei einer vollen Umdrehung 32 Töne erzeugen – „Alle meine Entchen“ braucht bereits 37 Töne, wenn die Tonlänge berücksichtigt wird. Da die Stifte nach dem Aktivieren der Schlagstäbe auf der Unterseite des Gloggomobils verschwanden, musste man sich „falsche“ Töne sehr genau merken, um durch Kurbeln den Stift wieder an die Oberseite zu bringen bevor man ihn korrigieren konnte. Die Möglichkeit, durch kurzes „Zurückdrehen“ Passagen immer wieder abspielen zu können, fehlte!

Grund genug, neben dem hohen Preis des Gloggomobils, ein eigenes Klangspiel zu bauen.


Prototyp 1 (Abbildung oben): Um längere Melodien spielen zu können, wurde die Walze durch eine Fahrbahn ersetzt. Die Fahrbahn besteht aus drei baugleichen Elementen und lässt sich beliebig verlängern. Ein vierrädriger Wagen trägt das Xylophon und wird mittels eines Kurbelantriebs über die Bahn gefahren, wobei die in der Bahn positionierten Stifte als Melodie abgespielt werden.


Prototyp 2 (Abbildung oben): Bei diesem Prototyp habe ich versucht das Verpackungsthema gleich mit zu lösen: Eine Kiste mit Gelenk an der kurzen Seite bildet umgedreht eine erhöhte Fahrbahn für den Wagen und kann diesen im geschlossenen Zustand aufnehmen.
Prototyp 2 verfügte bereits über Notenlinien und einen Violinschlüssel. Hierdurch wurde es deutlich einfacher eine Melodie, die z.B. als Noten vorlag, nachzuspiele, indem die Stifte in die entsprechenden Positionen gesteckt wurden.
Da eine Verlängerung der Fahrbahn durch die Erhöhung deutlich aufwendiger war, wurde dieser Aufbau nicht weiter verfolgt. Die Notenlinien und der Violinschlüssel blieben erhalten.


Prototyp 4 (Abbildung oben): Dieser Prototyp kommt dem finalen Produkt bereits sehr nah. Der Fahrwagen ist kompakt gebaut, um möglichst wenig der Fahrbahn zu verdecken wobei die Vorderradachse gleichzeitig die Lagerung der Hebelmechanik bildet (siehe Explosionsdarstellung des Fahrwagens).

Ein wichtiges Detail der Hebelmechanik, die das Rückwärtsfahren zulässt, ist das Langloch (14) und die schräge Fläche (30). Durch das Langloch (14) kann sich die Hebelmechanik bei der Rückwärtsbewegung entlang der schrägen Fläche (30) nach oben bewegen und so dem Stift (5) ausweichen (Abbildungen unten).

Prototyp 6 (Abbildung unten) ist bereits durch proWerk Bethel realisiert worden. Anhand der Fotos ist die bessere handwerkliche Umsetzung zu erkennen. Die Auflagefläche der Schlaghebel besteht aus rotem Klavierfilz und die Grafik auf der Fahrbahn ist im Siebdruck aufgebracht (nicht mehr wie bei den vorangegangenen Prototypen mit Filzstift per Hand aufgemalt)

Prototyp 8 (Abbildungen unten) bildet den aktuellen Serienstand. Die ursprünglich hölzernen Schlagstöcke sind aus Aluminium, da Holz in der Serie nicht verlässlich genug gerade war. Die Kugeln an den Schlagstöcken sind rot gebeizt. Die Notenlinien sind nicht mehr gedruckt, sondern ins Holz gebrannt, was den Kontrast angenehm reduziert. Abschließend bekam die Drehkurbel noch einen gelagerten Griff, was die Bedienung deutlich angenehmer macht. Der Lieferumfang des Klangspiels:

– eine robuste Holzkiste mit Schiebedeckel
– Fahrwagen mit herausnehmbarem Xylophon
– zwei zusätzliche Schläger für das Xylophon
– drei weitere Klangstäbe (Tonarten D-Dur und F-Dur)
– drei Fahrbahnelemente
– Anleitung inkl. Notenlehre und Musikstücken
– ein Beutel mit Stiften
– ein Beutel mit Notenelementen

Die Notenelemente stellen eine zusätzliche Weiterentwicklung gegenüber dem Gloggomobil dar. Zum Lieferumfang gehören aus Hartpappe gestanzte Notenelemente mit verschiedenen Tonwerten (ganze Note, halbe Note, viertel Note, achtel Note), Taktstriche sowie die Vorzeichen (Kreuz und b). Die Notenelemente sind so konzipiert, dass sie sich über die Stifte stecken lassen, ohne den Fahrwagen zu beeinträchtigen. Auf diesem Weg lassen sich Melodien und Akkorde visualisieren, Tonlängen werden sichtbar. Auch eine geänderte Tonart, z.B. aus F wird Fis, lässt sich durch ein Vorzeichen (Kreuz) anzeigen. Taktstriche vervollständigen das Bild.

Ohne ein Musikinstrument zu beherrschen, lässt sich spielerisch das Grundwissen der Notenlehre vermitteln. Ein Musikstück kann nachgespielt, eigene Kompositionen können erschaffen und reproduziert werden. Das Klangspiel bietet einfachen Zugang zur Freude am Musikmachen und Komponieren.
Wem das Kurbeln auf Dauer zu anstrengend oder auch zu langsam wird, der kann die Drehkurbel entnehmen und in die zusätzlichen Bohrungen oberhalb der Vorderräder stecken (siehe Abbildung oben rechts). Nun kann einfach am Griff gezogen werden, wobei die Stange die Schlaghebel am Überschlagen hindert.

Das Klangspiel kann für 395 Euro erworben werden (Anfrage an Max Neumeyer).
Der Vertrieb erfolgt über Manuscriptum.

Dia de los Muertos Kostüm

Das diesjährige Karnevalskostüm war ein Gruppenkostüm: Insgesamt zwölf Personen die sich dem wichtigen mexikanischen Feiertag Dia de los Muertos entsprechend verkleidet haben. Neben schwarzer Kleidung und viel Schminke gehörten große Zylinder, Blumen und bemalte Schädel zu den wichtigsten Accessoires.


Um den „Schädelbedarf“ zu decken haben wir einen Plastikschädel gekauft und darüber 0,5 mm starkes Polystyrol tiefgezogen (siehe Bild oben links). Mit Folienschreibern bemalt, dekoriert (Federn, Schellen, farbigen Schnüre usw.) und auf Bambusstangen montiert ergeben sich daraus individuelle Gehstöcke (siehe Bild unten). Zu diesem Kostüm gehört auch die Stoffschlange, die auf dem obigen Gruppenbild zu sehen ist.

Stoffschlange

Als Teil meines diesjährigen Karnevals Kostüm haben ich eine 230cm lange Schlange gebaut.
Der Kern der Schlange besteht aus handelsüblicher Rohrisolierung. Der Dickenverlauf des Schlangenkörpers lässt sich durch keilförmige Ausschnitte in Längsrichtung realisieren. Im Bereich des Kopfes befindet sich im Inneren der Rohrisolierung ein unter Wärme verformter Kunststoffstab der den Kopf auf der gewünschten Position hält. Um Knickstellen beim Biegen des Schlangenkörpers zu vermeiden sind in regelmäßigen Abständen kleine Keile quer zum Körper herausgeschnitten und die Stoßstellen wieder miteinander verklebt worden. Dadurch ergibt sich der auf dem rechten Bild zu sehende „aufgewickelte“ Grundzustand. Im nächsten Schritt konnte der Körper Stück für Stück mit Stretch-Stoff mit Schlangenlederdruck beklebt werden. Die Oberseite der Schlange habe ich mit der Sprühdose leicht dunkelgrün überlackiert, die Unterseite erhielt einen helleren Grünton. Die weißen Streifen aus Schlangenlederimitat kaschieren die Stoßstellen des Stoffs. Bei den Augen handelt es sich um handelsübliche Puppenaugen, grünen Schlangenaugen waren leider so schnell nicht zu bekommen.

handbetriebene Taschenlampe

Aus einem Elektromotor der auch als Generator funktioniert, diversen Zahnrädern aus der Papierzufuhr eines defekten Druckers und einem LED-Werbemittel habe ich eine handbetriebene Taschenlampe gebaut.
Bei dem Werbemittel handelt es sich um eine Platine mit einer sehr leuchtstarken LED die ursprünglich mit einer 9V Blockzellen betrieben wurde.
Die Zahnräder habe ich zu einem Getriebe mit einer zweistufigen Übersetzung von 1:5 kombiniert. Mittels einer Handkurbel versetzt man die Achse des Generators in schnelle Rotation so dass dieser die benötigte Leistung liefert um die LED hell leuchten zu lassen. Um das Licht zu fokussieren habe ich um die LED einen Reflektor einer alten Fahrradlampe gesetzt.

Plätzchen Attrappe

Die Idee war zur besseren Produkterklärung bzw. zur Verkaufsförderung den Geschäften, die Kruzifix Ausstechformen vertreiben, Plätzchen-Attrappen zur Verfügung zu stellen, welche diese zusammen mit dem Produkt präsentieren können.

Leider bin ich auf keine Anleitung gestoßen wie sogenannte „Lebensmittel Attrappen“ hergestellt werden.
Also musste improvisiert werden:

Den Plätzchenteig (1,2) habe ich aus Salzteig (Mehl, Salz, Wasser, Öl und Kleister) gemacht. Zum Einfärben des dunklen Teiges (1) kam Kakao zum Einsatz. Die getrockneten Plätzchen wurden beidseitig mit Klarlack lackiert um den typischen „fettigen Glanz“ von Plätzchen zu erreichen und den hygroskopischen Salzteig dauerhaft zu schützen. Die Marmelade (3,6) ist eine Mischung aus Klebstoff, Kressesamen und roter Copic Marker Farbe. Der Zuckerguss (5) besteht aus Weissleim und etwas weißer Farbe. Die Schokoraspel (4) habe ich aus schwarzem Polystyrol herausgeschnitten und mit „Zuckerguss“ festgeklebt – fertig ist ein dauerhaft haltbares und völlig ungenießbares Plätzchen!

Regenwassersammler

Zur Bewässerung von zwei Bambuspflanzen habe ich aus einem gebrauchten 80 L Campingwagen-Wassertank eine Regenwasser-Sammelanlage gebaut.

Im ersten Schritt habe ich am Regenrohr eine Messingbuchse mit Gewinde eingelötet. Durch die Positionierung in der Biegung des Fallrohrs lässt sich trotz des geringen Durchmessers der Buchse ausreichend Wasser sammeln um den Tank regelmäßig zu füllen. Der Schlauch zum Tank wird unter das Tankniveau geführt und bildet so einen Siphon zur Abscheidung von Partikeln. Am Abflussschlauch befindet sich ein Kugelhahn bevor zwei Schläuche zu den beiden Pflanzen führen.

Zum Gießen der Bambuspflanzen genügt es jetzt den roten Hebel kurz nach unten zu drehen.