City Bike Konzept

Ich mag individuelle Mobilitätslösungen. Nachdem mir mein Fahrrad geklaut wurde (es ist inzwischen wieder aufgetaucht), habe ich angefangen ein Stadtfahrrad zu bauen. Folgende Aspekte waren mir wichtig:

– verkehrssicher (Lichtanlage mit Standlichtfunktion etc.)
– allwettertauglich (Schutzbleche)
– pflegeleicht (Nabenschaltung, Kettenschutz, Nabendynamo)
– wendig und robust (24″ Laufräder)
– diebstahlsicher (Speichenschloss und „eigenwilliges Äußeres“)
– funktional (Vorrichtung zur Mitnahme von Menschen und Gegenständen)
– preiswert (Verwendung von überwiegend gebrauchten / vorhandenen Bauteile)

Im ersten Schritt habe ich einen 28 Zoll-Damenradrahmen so modifiziert, dass sich mit den 24 Zoll Laufrädern vernünftige Fahreigenschaften ergeben.

Den Rahmen, hier weitgehend von Altlack befreit, habe ich mit zwei zusätzlichen Streben verstärkt und mit einer Aufnahme für einen Frontkorb versehen.

Bei der Farbgebung habe ich mich auf den vorhandenen Fundus an Lackresten beschränkt und ein Taubenblau gewählt. Hier das fertige „City Bike“:

Durch die Aussteifungen ergibt sich ein sehr steifer Rahmen. Die kleinen Laufräder machen das Rad schön kompakt, wobei der große Radstand für einen guten Geradeauslauf sorgt. Hier noch einige Detailansichten:

Die aus dem BMX Bereich stammenden „Achsverlängerungen“ am Hinterrad erlauben es Personen stehend zu transportieren. Der Frontkorb (eigentlich zur Anbringung am Gepäckträger gedacht) kann im Bedarfsfall ausgeklappt werden.

Die Führung des Bremszug musste ich leicht modifizieren, damit es zu keiner Kollision mit dem ausgeklappten Korb kommt. Ein robustes Speichenschloss macht das Abschließen des Fahrrades auf innerstädtischen Kurzstreckenfahrten zu einer schnellen Angelegenheit.

Holzelefanten

Produkte oder Halbzeuge als Stück zu fertigen und dann in Scheiben zu schneiden ist häufig ein effektives und preiswertes Verfahren. Beispiele Für dieses Produktionsform finden sich überall: Abschlussleisten, geschnitten Brot usw.

Ich habe mehrere Multiplex-Platten zu einem Block verleimt und das gewünschte Motiv auf der Seite aufgezeichnet. Es ist zwar aufwendig die Konturen aus dem Block heraus zu sägen, dafür lässt sich in Folge das Motiv in Scheiben vom Block herunter schneiden:

Aus dem Block habe ich sechs Elefanten herausbekommen: Kanten brechen, einölen – fertig!

Entwurfsausarbeitung Sportschuh

Für Designstudio DOOOZ habe ich bei der Entwurfsausarbeitung von Laufschuhen mitgewirkt. Obwohl es nur um die Sohlenentwicklung ging mußte doch immer ein vollständiger Schuh visualisiert werden.

Dies ist exemplarisch einer von vielen Entwürfen, den ich in Form von Liniendarstellungen erhalten habe. Meine Aufgabe bestand darin den Entwurf in Photoshop mit Materialität zu füllen und seine dreidimensionale Wirkung zu visualisieren:

Diese Ausarbeitungen dienen dem Schuhhersteller als Entscheidungshilfe für welchen Entwurf er sich entscheidet.

Im letzten Schritt der Designleistung wird die Sohle dann in CAD aufgebaut. Da die Konstruktion der komplexen Strukturen einer Sportschuhsohle eine Menge Arbeit darstellt, habe ich auch hier etwas mitgearbeitet. Soweit ich mich erinnere stammt die Struktur auf dem äußeren Fersenteil und die Zacken auf der Sohlenaußenseite von mir. Seit kurzem ist der Schuh im Handel und ich finde die Sohle kann sich sehen lassen.

Flix – COFFEEMAN Tasse

Für den Flix Shop habe ich zusammen mit Flix COFFEEMAN Tassen entworfen und produziert. Zunächst hat Flix einige Entwürfe gemacht:


Aus den ersten Strichzeichnungen wurden schließlich farbige Entwürfe. Am besten gefiel uns der Entwurf unten rechts in einer Version mit rotem COFFEEMAN-Schriftzug und einer mit schwarz gedruckten Figur.

Diese Visualisierung des ausgewählten Entwurfs auf der Tasse war sehr ernüchternd. Der bedruckbare Bereich wurde zwar gut genutzt, das Motiv war aber nie ganz wahrnehmbar. Daraufhin haben wir ein deutlich reduziertes Motiv ausgewählt. Hier die Abwicklung:

Schoko Jesus

Nicht jedes Produkt schafft es in den Antipreneur-Shop. So auch das Projekt mit dem Arbeitstitel „Götterspeise“. Mittels Tiefziehen lassen sich einfach Negativformen für beliebige Abgussmassen herstellen.

Vor dem Tiefziehen muss die Vorlage mit Entformschrägen und Luftkanälen versehen werden. Hinterschnitte die ein Entformen verhindern sind mit Plastilin gefüllt worden (siehe Bild oben links). Die Negativform besteht aus 1mm starkem Polystyrol. Nach dem Entformen wurde die Form gereinigt und in zwei Arbeitsschritten mit 350g weißer Schokolade und 750g Vollmilchschokolade gefüllt (siehe Abbildung rechts).

Vor dem Entformen empfiehlt es sich die Schokolade in den Tiefkühler zu legen um die Stabilität zu erhöhen und Bruch zu vermeiden. Mit einer leistungsfähigeren Tiefziehmaschine ließe sich sicher auch eine detailgenauere Form erstellen. Hier nochmal Vorlage und Abguss im Vergleich.

Nicht Lustig: Dinosaurier-Seife

Hier ein weiteres Merchandising Produkt für NichtLustig an dem ich beteiligt war: Die Dinosaurier-Seife. In Nichtlustig 4 gibt es einen Dinosaurier mit Laktoseintoleranz, der im Eis eingefroren wird. Mithilfe von transparenter Seife ließ sich dieses Bild sehr schön als Produkt visualisieren.

Im Gegensatz zur typischen Seifenform der obigen Visualisierung hat das Produkt dann sogar die im Buch vorkommende Eisbergform bekommen.

Nicht Lustig: Yeti-Aufkleber

Auf Basis des Cartoon (rechts) von Joscha Sauer habe ich ein Merchandising Produkt für NichtLustig entwickelt. Der Ansatz war ein Aufkleber-Set zu erstellen, das auf Wand und Bodenflächen ein dreidimensionales Abbild des bei NichtLustig immer wieder auftauchenden Cartoonthema der pinkelnden Yetis entstehen lässt.

 

Das Toilettenbild zeigt die erste Photoshop-Visualisierung der Produktidee. Die Anordnung auf Spülkasten und Toilettendeckel bietet sich thematisch und wegen der glatten Oberflächen besonders an.

Die Bilder unten zeigen die produzierten Aufkleber-Sets (Yeti 17,5cm x 26cm / Loch 14,5cm x 13,5cm) aus dem NichtLustig-Shop wo das Wand Tattoo seit gestern erstanden werden kann.

Schaukel Umsetzung

Vor einem halben Jahr habe ich eine Erwachsenenschaukel entworfen. Jetzt konnte ich die Umsetzung begutachten und ausprobieren. Die Schaukel ist mit einer Höhe von 4,50m etwas niedriger als geplant, dies tut der Funktion aber keinen Abbruch. Bei einem (problemlos zu erreichenden) Pendelwinkel von 120 Grad bewegt man sich beachtliche 8,50m auf der Kreisbahn vor und zurück, wobei eine Schaukelhöhe (Sitzfläche) von 2m erreicht wird.

Die Schaukel besteht komplett aus Edelstahl und ist sehr sauber umgesetzt worden. Die Ketten der Schaukel sind an ihrem Aufhängungspunkt kugelgelagert und die Stangen ruhen in einer kegeligen Bodenaufnahme, so dass sich die Schaukel lautlos in Bewegung setzt.

Es macht Spaß zu erleben wie eine Idee umgesetzt wird, besonders wenn es sich um eine Schaukel handelt!