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Roboter Kostüm

Hier noch ein Roboter Kostüm das ich bereits letztes Jahr gebastelt habe. Der Gedanke den Kopf des Roboters als Hut zu tragen war Ausgangspunkt der Gestaltung.

Um „normale“ Körperproportionen zu erhalten und den Kopf des Trägers visuell verschwinden zu lassen mussten die Schultern sowie das Becken des Roboters nach oben wandern. Dieser Effekt lässt sich auch durch Andeutungen von Schläuchen und Kabel in aufgedruckter und realer Form relativ gut realisieren.

Das Kostüm besteht größtenteils aus einer Isomattenkonstruktion die mit glänzendem, weißem Gewebeband beklebt ist. Die Durchbrüche z.B. im Brustpanzer habe ich mit bedruckten Textilien hinterklebt. Auch die Bedruckung der Hose ist einfach aufgebügelt.

Recycling Hocker II

Nachdem die Recycling Hocker I doch sehr aufwendig zu produzieren waren habe ich noch vier einfachere Varianten gebaut. Die Hocker bestehen wieder aus defekten Europaletten.

Allerdings nicht aus kleinen Bruchstücken sondern aus größeren Elementen, die beim Zerlegen der Paletten anfallen:
Aus den Holzquadern wurde die Sitzfläche, aus den Quer- und Längslattungen wurden die Beine. An der Außenseite habe ich die verbliebenen Zwischenräume mit Holzspachtel verspachtelt, geschliffen und geölt, während die Innenseite die unbehandelte raue Holzoberfläche aufweist.

Spinnenkostüm

Pünktlich zu Karneval habe ich noch ein Spinnenkostüm gebaut. Wobei es eigentlich mehr ein Spinnenhut ist und sich der Träger möglichst „eingesponnen“ kleidet.

Der Körper besteht aus dunkler Isomatte – mit Wellenstruktur und mit glatter Oberfläche. Die Beine sind aus Heizungsrohrisolierung, kräftig zugezogene Kabelbinder verursachen die Einschnürungen. Die insgesamt vier Augen habe ich aus schwarz hinterlackierten, klaren Dekokugel Halbschalen gemacht.

Die Isomatte lässt sich schnell und gut mit Heißkleber verbinden, die Rohrisolierungen lösen sich leider unter der Hitze auf und mussten daher mit Kontaktkleber verbunden werden. Etwas metallisch grüner und schwarzer Lack aus der Sprühdose und schwarzes Fell an den richtigen Stellen lassen den Spinnenhut lebendig werden.

Die Kopfbedeckung ist sehr leicht und gut zu tragen, allerdings hat sich in der Praxis das ausladende Hinterteil als etwas sperrig entpuppt.

Schmetterlings Kostüm

Als Hochzeitsgeschenk habe ich ein Schmetterlingskostüm gebaut. Als Vorlage diente der blauer Morphofalter.
Die Grundidee bestand darin, den Körper als Wiese zu betrachten und nur den Kopf dem eigentlichen Schmetterling zuzuschlagen. Eine mit Watte ausgestopfte Strumpfhose bildet den länglichen Schmetterlingskörper, der den Kopf nach hinten verlängert.

Die Flügel bestehen auf einen Gerüst aus dünnem Federstahldraht, das mit bedrucktem Stoff bezogen ist. Über einen Seilzug der rechts und links am Kopf vorbeiläuft (siehe Abbildung oben) lassen sich die Flügel bewegen. Bei dieser Mechanik kamen Teile aus dem Drachenbau zu Einsatz.

Fühler und Beine aus blauem und schwarzem Moosgummi ergänzen den Insektenkörper.

Das Gesicht wird Blau, der Hals grün geschminkt. Große dunkle Kreise bzw. Ringe um die Augen bilden die Facettenaugen.

Kruzifix Plätzchenform

Zeitlich nicht ganz zum christlichen Kalender passend, dafür pünktlich zur Plätzchen Saison habe ich eine Kruzifix-Plätzchenform entwickelt. Handgebogen aus Edelstahlband ergeben sich zwei Formen: das Kreuz und Jesus.

Aus hellem und dunklem Teig ausgestochen, gebacken und mittels roter Marmelade verbunden entsteht sich ein schmackhaftes Doppeldeckerplätzchen.

Die Plätzchen können nach Belieben dekoriert werden. Schokostreusel oder Nelken ergeben die Dornenkrone, Zuckerguss die weiße Bekleidung usw.

Bei Sachenshop.de gibt es die Kruzifix-Plätzchenform inklusive Backanleitung und Rezept zu kaufen.

Solargrill

Über den Sommer habe ich versucht einen faltbaren Solargrill zu entwickeln. Die ersten Tests bestanden darin aus verspiegeltem Polystyrols (Materialstärke 1mm) einen Parabolspiegel zu bauen.

Die Visualisierung links zeigt den kompletten Parabolspiegel, wobei die schwarzen Linien den realisierten Ausschnitt zeigen. Dieser war so gewählt, dass der Brennpunkt im Sommer in europäischen Breiten knapp über dem Boden liegt. Rechts zu sehen ist der erste Versuchsaufbau.
Die Darstellung zeigt den Faltvorgang in vier Schritten. Links ist der aufgebaute Parabolspiegel (1). Seine Form definiert sich durch die parabelförmige Aufstandsfläche und den Zuschnitt der senkrecht stehenden Streifen. Diese sind mittels Klett und Flausch verbunden. Durch das Lösen der Klettverbindungen springen die Streifen in ihren planen Ursprungszustand (2) zurück und lassen sich wie ein Stadtplan zusammenfalten (3) – man erhält ein kompaktes Paket (4).

Im aufgebauten Zustand stabilisieren sich die Kunststoffelemente durch die dreidimensionale Form gegenseitig und die Fläche von 0,6m² ist ausreichend um die zum Grillen notwendige Temperatur oberhalb von 160°C im Brennpunkt zu erzeugen. Soweit die Theorie!

In der Praxis war die Konstruktion zu ungenau und vor allem viel zu windanfällig. Es war weniger ein Brennpunkt als eine große, sich ständig verändernde „Brennfläche“, die nie richtig heiß wurde.

Ich habe mich daraufhin entschlossen auf den Aspekt der Faltbarkeit zu verzichten und einen bereits vorbekannten Weg einzuschlagen: Eine handelsübliche Parabolantenne mit sehr vielen Spiegeln zu bekleben!

Die ausgewählte Parabolantenne hat eine maximale Breite von 80cm und eine Fläche von 0,4 m². Diese wurde vollflächig mit 1 cm² großen Glasspiegel beklebt. Das Ergebnis dieser zeitraubenden Aktion ist beeindruckend. Der Brennpunkt ist etwa so groß wie ein 2 Euro Stück. Holz beginnt nach wenigen Sekunden zu brennen (Flammpunkt Holz: ~250°C). Die Abbildung zeigt den Parabolspiegel beim Popcorn machen.

Tischkicker-Trainingsgerät

Als Geburtstagsgeschenk ist binnen eines Nachmittags aus einem schrottreifen Kickertisch und etwas Sperrholz ein „Tischkicker-Trainingsgerät“ entstanden. Hier kann der Torschuss perfektioniert werden. Die Spielfläche ist zum Tor hin leicht geneigt, so dass der Ball immer wieder zum Spieler zurückrollt. Um eine gute Standsicherheit im Trainingseinsatz zu gewährleisten ist die Unterseite des Spielgeräts mit einer Anti-Rutsch Beschichtung versehen.

Holzfahrrad

Ich habe vor einiger Zeit ein 20-Zoll Holzfahrrad mit 3-Gang Nabenschaltung gebaut. Die Idee war bei den Holzelementen des Fahrradrahmens nur auf Plattenmaterial zurückzugreifen und ohne komplexe Formholzteile o.ä. auszukommen. Der Rahmen besteht aus 18mm Birke-Multiplex das ich mit hochglänzend weißer Schichtstoffplatte kaschiert habe. Steuerrohr, Sattelstütze und Gabel sind aus Stahl.

Bei einem erster Prototyp (Abbildung rechts) habe ich versucht das Steuerlager über Gelenkköpfe zu realisieren. Theoretisch sollte sich durch die Anordnung der drei Gelenköpfe eine steife Konstruktion ergeben, in der Praxis war der Rahmen allerdings viel zu weich.

Daher bekam das Rad schließlich eine schwere, aber dafür besonders steife Stahlkonstruktion aus Steuerrohr, Steuerlager und 1 1/8 Zoll Gabelschaft. Das Rad ist aufgrund seines kurzen Radstandes sehr wendig und gut fahrbar (wenn auch etwas hecklastig). Also besonders praktisch hat sich die Kettenführung innerhalb der Holzrahmenkonstruktion entpuppt. Ein zusätzlicher Kettenschutz ist damit nicht mehr nötig.

Flix – Rosinante Fahrradsticker

Für den Flix-Shop haben Flix und ich einen Rosinante Fahrradsticker entwickelt. Nie war es so einfach ein richtiger Ritter zu werden und seinen ollen Drahtesel in ein stolzes Schlachtross zu verwandeln.

Die ROSINANTE-FAHRRADSTICKER werden im Doppelpack geliefert, sodass dann nicht nur auf einer, sondern auf beiden Seiten des Fahrradrahmens der Schriftzug „Rosinante“ zu lesen ist. Die Aufkleber haben jeweils ein Format von ca. 2,5 cm x 10 cm. Sie sind Regen- und UV-beständig und können an jeder festen, trockenen und fettfreien Fläche aufgebracht werden.

Die Fahrradsticker werden durch designgebung produziert und sind ab sofort erhältlich.

Antipreneur Konsensmilch

Unter dem Motto „Kein Gemecker, einfach lecker“ durfte ich für Antipreneur die Produktvisualisierung der Konsensmilch übernehmen.

Der ursprüngliche Slogan „Keine Kompromisse wenn ein Kompromiss her muss!“ wurde seitens des Marketings als zu aggressiv empfunden.

Die Antipreneur Konsensmilch ist, nicht zuletzt dank ihrer bio-inaktiven Formel mit 75%-igem Nett-Anteil, ein durch und durch sympathisches Produkt. Diese sorgt auch in angespannten Lagen für beruhigenden Kaffee – und für Ruhe im Karton.

Dies sollte auch das Packaging ausstrahlen!

Entsprechend fällt auch der Serviervorschlag aus: Zu Friede, Freude, Eierkuchen oder Einheitsbrei auftischen.

Das Produktentwicklungen ein Prozess des intensiven Ausprobierens sind zeigt sich wieder mal im Rückblick. Die Abbildung unten zeigt den ersten Entwurf der Konsensmilch. Ich bin sehr froh, dass der „Psycho-Panda“ bei der Kundenbefragung durchgefallen ist!