Solargrill

Über den Sommer habe ich versucht einen faltbaren Solargrill zu entwickeln. Die ersten Tests bestanden darin aus verspiegeltem Polystyrols (Materialstärke 1mm) einen Parabolspiegel zu bauen.

Die Visualisierung links zeigt den kompletten Parabolspiegel, wobei die schwarzen Linien den realisierten Ausschnitt zeigen. Dieser war so gewählt, dass der Brennpunkt im Sommer in europäischen Breiten knapp über dem Boden liegt. Rechts zu sehen ist der erste Versuchsaufbau.
Die Darstellung zeigt den Faltvorgang in vier Schritten. Links ist der aufgebaute Parabolspiegel (1). Seine Form definiert sich durch die parabelförmige Aufstandsfläche und den Zuschnitt der senkrecht stehenden Streifen. Diese sind mittels Klett und Flausch verbunden. Durch das Lösen der Klettverbindungen springen die Streifen in ihren planen Ursprungszustand (2) zurück und lassen sich wie ein Stadtplan zusammenfalten (3) – man erhält ein kompaktes Paket (4).

Im aufgebauten Zustand stabilisieren sich die Kunststoffelemente durch die dreidimensionale Form gegenseitig und die Fläche von 0,6m² ist ausreichend um die zum Grillen notwendige Temperatur oberhalb von 160°C im Brennpunkt zu erzeugen. Soweit die Theorie!

In der Praxis war die Konstruktion zu ungenau und vor allem viel zu windanfällig. Es war weniger ein Brennpunkt als eine große, sich ständig verändernde „Brennfläche“, die nie richtig heiß wurde.

Ich habe mich daraufhin entschlossen auf den Aspekt der Faltbarkeit zu verzichten und einen bereits vorbekannten Weg einzuschlagen: Eine handelsübliche Parabolantenne mit sehr vielen Spiegeln zu bekleben!

Die ausgewählte Parabolantenne hat eine maximale Breite von 80cm und eine Fläche von 0,4 m². Diese wurde vollflächig mit 1 cm² großen Glasspiegel beklebt. Das Ergebnis dieser zeitraubenden Aktion ist beeindruckend. Der Brennpunkt ist etwa so groß wie ein 2 Euro Stück. Holz beginnt nach wenigen Sekunden zu brennen (Flammpunkt Holz: ~250°C). Die Abbildung zeigt den Parabolspiegel beim Popcorn machen.

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