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Nicht Lustig: Lemming-Aufkleber

Seit kurzem beschäftige ich mich mit der Entwicklung von Merchandising Produkten für Nicht Lustig. Die suizidalen Lemminge in Form von Aufklebern wandseitig von Möbel und Türrahmen stürzen zu lassen war eine der ersten Ideen und dementsprechend schnell visualisiert (Bild unten). Umso schöner, wenn eine Idee auch direkt in Realität umgesetzt wird (Bild oben oder Nicht Lustig Shop).

Lastenrad Eigenbau

Vor 14 Jahren habe ich mir ein Lastenrad gebaut. Da es nicht viel Kosten sollte kamen nur alte Fahrradteile und Sperrmüll zum Einsatz.

Den Hauptteil des Rahmens bildete ein 28 Zoll Herrenradrahmen (rot), die zusätzliche untere Rahmenstrebe stammte aus einem Schwanenhalsrahmen (grün), die Steuerrohrverlängerung erfolgte mittels eines Staubsaugerrohrs (cyan), die Gabel stammte aus einem BMX Rad (blau) und den eigentliche Transportkorb habe ich aus einem Couchtisch konstruiert. Da ich damals noch nicht schweißen konnte, habe ich alles hartgelötet. Eine dicke schwarze Lackschicht verbindet die einzelnen Baugruppen auch visuell:


Aus der anfänglichen Dreigang-Nabenschaltung wurde eine Fünfgang- und schließlich eine Siebengang-Schaltung. Dann bekam die Vorderradgabel Cantilever-Sockel. Aus der Trommelbremse im Vorderrad wurde ein Nabendynamo. Die Sattelstütze müsste ich letztes Jahr nach einem Bruch schweißen (siehe oben), da es heute keine so dünnen Sattelstützen mehr zu kaufen gibt.

Anfang des Jahres stellte ich fest, das der Rahmen stark verzogen war. Eine genauere Betrachtung zeigte einen Rahmenbruch zwischen unterem Rahmenrohr und Tretlager. Zwar ließ sich das Fahrrad noch erstaunlich gut fahren (man musste immer etwa 5 Grad nach links lenken um letztlich geradeaus zufahren), aber das Vertrauen in die Sicherheit des Fahrzeugs, gerade beim Transport von Lasten, war dahin. Ein neuer Rahmen musste her. Die statisch relevanten Rahmenteile wollte ich austauschen, der Korb und einen Großteil der Anbauteile sollten erhalten bleiben. Die Basis des Umbaus bildete wieder ein 28″ Herrenradrahmen. Damit konnte auf den Bau aufwendiger Rahmenlehren verzichtet werden. Dieses Bild zeigt den neuen Rahmen mit dem bereits verlängerten Steuerrohr.


Im nächsten Schritt habe ich den Korb aus dem alten Rahmen herausgeschnitten und an den neuen Rahmen geschweißt.

Das Loch im Oberrohr des alten Rades, das beim Entfernen des Korbs zurückblieb, habe ich mit einem Stück Rohr überbrückt (siehe Bild) um das Fahrrad (auch ohne Korb) temporär fahrtüchtige zu erhalten. Die verbleibenden Arbeitsschritte waren Grundierung aufzubringen, zu lackieren und die alten und neuen Anbauteile zu montieren.

Das neue Rad (Bilder unten) verfügt nun über zwei Felgenbremsen, eine Rücktrittbremse, Standlichtautomatik, 8-Gänge sowie eine gefederte Sattelstütze. Aufgrund leichter Veränderungen in der Rahmengeometrie liegt die Holzplatte des Korbes jetzt oberhalb und nicht mehr unterhalb des Korbrahmens.

Flix – das Kühlschranktheater

Für den Flix Onlineshop habe ich geholfen Kühlschrankmagnete als Merchandising Produkt zum gerade erschienen „Faust“ Buch zu produzieren.

Obwohl es sich um ein einfaches Produkt handelt, waren einige Fragen zu klären:
Welche Figuren sollen zu sehen sein? Welche nicht?
Wie ergeben sich möglichst viele Kombinationsmöglichkeiten zwischen den Figuren?
Wie detailreich dürfen die Konturlinien sein?
Wird das Produkt bis zur Bucheinführung fertig?

Flix – Bastelbogen

Für meinen Freund Flix habe ich vor einiger Zeit begonnen einen Papierbastelbogen seiner Hauptfigur zu entwickeln. Die ersten Versuche waren noch etwas unbeholfen.



Harte Ansichten der Figur machten den Entwicklungsprozess einfacher und führten schließlich auch zu besseren Ergebnissen.


Dies ist eine Reihe der wesentlichen Entwicklungsschritte hin zum Bastelbogen auf drei DIN A4 Seiten (links der erste Versuch / rechts der fertige Bastelbogen mit austauschbarem Schild). Der Bastelbogen für die 30 cm hohe Figur wird demnächst jeder Bestellung im Flix-Online Shop gratis beiliegen.

Piano-Möbel

Dieses Klavier habe ich den Bewohnern eines Studentenwohnheim für einen Kasten Bier abgekauft. Der gusseiserne Rahmen war gebrochen und ein Stimmen nicht mehr möglich. Ich habe noch etwa ein Jahr darauf gespielt. Klanglich hätte es sich in jedem Western gut gemacht, verstimmt, aber so konsequent über alle Oktaven, so dass es nicht weiter störte.


Beim nächsten Umzug habe ich es „entkernt“ und zu einem Schrank umgebaut. Das Piano-Möbel verfügt über 6 Schubladenauszüge, eine nach oben und zwei nach unten aufschwenkende Klappen. Ist alles geschlossen bleibt, es für die meisten Betrachter auch auf den zweiten Blick ein Klavier.

Schaukasten für Wandschnitt

Für die Bewohner eines Niedrigenergiehauses habe ich zwei Schaukästen gebaut in denen Schnitte der Hauswände gezeigt werden.

Diese nicht tragende und auf Isolation optimierte Wand ist wie folgt aufgebaut (von außen/links nach innen/rechts):

– Einem ca. 5 mm starkem Strukturputz (mittels Fasermatte verstärkt)
– 180mm Styropor
– 15mm Glipsfaserplatte
– 18mm Grobspanplatte
– ca. 4mm Spalt mit Folie (Dampfdiffusionsbremse)
– 12mm Gipskartonplatten (als Innenwand tapeziert oder gestrichen)

Hält man diese Sandwichaufbau in den Händen stellt sich unweigerlich die Frage, wann der erste Einbruch mittels eines Akkukettensäge durch die Wand erfolgt.

Antipreneur Milchmädchenrechner

Bei Antipreneur gibt es ein schönes neues Produkt in der Kategorie Büroartikel bei dem ich die Visualisierung übernommen habe:

„Damit hat niemand gerechnet: Mit dem Antipreneur Milchmädchenrechner! Für die Freunde von Äpfel und Birnen – einfach für jeden, der es mit dem Genaunehmen nicht so genau nimmt.

In Zeiten von Wirtschaftskrise und Milliardenkrediten darf einem der eigene Taschenrechner keinen Strich durch die Rechnung machen. Darum ist der Milchmädchenrechner ideal für alle, die große Summen zu verschleudern haben: Auf dem Maxi-Display haben Zahlen mit bis zu zwölf Stellen Platz. Da macht selbst das Schuldenmachen Spaß.

Mit seinem erweiterten Tastenfeld macht es der Milchmädchenrechner zum Kinderspiel, Fünfe gerade sein zu lassen. Zum Funktionsumfang gehören praktische Helferlein wie die „Devisenkreislauf“-Taste, „20 Prozent teurer“ und die ebenso neue und unverzichtbare Funktion „Pi mal Daumen“.

Der Antipreneur Milchmädchenrechner besticht auch unerfahrene Buchhalter durch sein reichhaltiges Design und die hochwertige Nussholzapplikation zwischen den vergoldeten Oberflächen. Da werden selbst die Herren aus dem Vorstand neidisch. Und die integrierte Kensingtonschloss-Vorrichtung macht sich sogar dann bezahlt, wenn der Gerichtsvollzieher ‘mal reinschaut.“