Produkte rund um Mobilität

Lastenrad Eigenbau II

by admin on 9. Dezember 2016

Nachdem für größere Transporte mein „Bäckerrad“ an Grenzen stößt habe ich ein längeres Lastenrad gebaut. Die Umsetzung des Rahmens ist größtenteils unter Verwendung von gebrauchten Teilen gelungen.Lastenrad-AufbauDen Unterzug des Rahmens bildete ein 50 mm Stahlrohr (rot) aus einem Bettgestell das ich auf dem Sperrmüll gefunden habe. Das Sattelrohr am 26 Zoll Hinterbau (blau) ist bewusst sehr kurz gewählt um das Rad für unterschiedlich große Fahrer kompatibel zu halten. Auch hier konnte ich auf ein schrottreifes Damenrad zurückgreifen. Um die Sitzhöhe variable zu halten musste ich nur eine relativ lange Sattelstütze kaufen. Aus einem Unfallrad mit gestauchtem Unterrohr (Frontalzusammenstoß) konnte ich das Oberrohr des Rahmens zum Steuerrohr (orange) umfunktionieren. Aus diesem und zwei weiteren Schrotträdern stammen auch die Auskreuzungen des Rahmens (türkis) die ich aus Sitzstreben gebaut habe. Die beiden zugekauften Oberrohre (violett) haben einen Durchmesser von 20 mm und eine Wandstärke von 1mm. Sie habe zueinander einen Abstand von ca. 14 cm und enden vorne in einem Halbkreis (gelb) den ich aus einem alten Rennradlenker entnommen habe.
Lastenrad-Rahmen
Die Abbildung oben zeigt die Verwendung des Bettgestells als Unterrohr des Rahmens. Den fertigen Rahmen habe ich grau lackiert. Die Lenkung erfolgt über ein Gestänge mit Fluro-Gelenklagern. Die Ladefläche besteht aus einer 45 x 100 cm großen Siebdruckplatte. Das Rad verfügt über eine 7-Gang Nabenschaltung mit Rücktritt, eine LED-Lichtanlage und (inzwischen) auch einen Zweibeinständer.
Lastenrad-DraufsichtDa ich kein 20 Zoll Schutzblech für das Vorderrad hatte, habe ich ein vorhandenes, aber deutlich zu großes montiert. Leider setzt es beim Herunterfahren von hohen Bordsteinkanten auf. Diesen Punkt werde ich noch ändern. Das Fahrverhalten ist, ob des großen Radstands, zunächst gewöhnungsbedürftig, aber dann sehr angenehm. Schlaglöcher, in die das Vorderrad hineinfährt, kommen hinten nur als leichtes Ruckeln an. Positiv fällt auch die Steifigkeit des Gitterrahmens auf.

Detail-Zusammenstellung

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Rollerkonzept IV

by admin on 23. Dezember 2014

Aufroll-Roller-02Aus den Erfahrungen der Rollerkonzepte I, II und III, die zwar amüsante Studien sind, aber kaum als ernst zu nehmenden Fahrzeugen durchgehen, sollte mit Rollerkonzept IV endlich etwas funktional und gestalterisch ansprechendes entstehen. Die kleine Animation zeigt das Ergebnis:
Aufroll-Roller-2Die Laufräder sind mit 12 Zoll gegenüber der vorangegangenen Version nochmal kleiner geworden. Eine weitere wichtige Änderung bestand darin die unterseitig geführten Stahlseile mit denen die einzelnen Rahmenteile zusammengehalten werden durch Verpackungsstahlbänder zu ersetzen. Im „ausgerollten“ Zustand hat der Roller einen Radstand von 77 cm, der Lenker lässt sich bis zu einer Höhe von 95 cm ausziehen. Eingerollt bildet der Roller einen Zylinder mit einem Durchmesser von etwa 40 cm bei einer Höhe von 16 cm.

Aufroll-Roller-01
Der Vor- sowie der Hinterbau des Rahmens besteht aus dünnwandigen Stahlprofilen. Die sechs dazwischen liegenden Rahmenteile sind aus schwarz gebeiztem Birkensperrholz hergestellt. Um die Oberfläche zu schützen und die Standfestigkeit zu verbessern habe ich diese mit Griptabe beklebt.

Aufroll-Roller-03

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Rollerkonzept III

by admin on 3. Dezember 2014

Als Weiterentwicklung von Rollerkonzept II entstand Rollerkonzept III. Um die Steifigkeit der vielteiligen Konstruktion zu erhöhen habe ich die Radgröße auf 16 Zoll reduziert und den Rahmen aus Aluminiumprofilen aufgebaut.Leider reagierte auch diese Konstruktion sehr elastisch auf das Körpergewicht des Fahrers. Die robuste Ausführung der einzelnen Rahmenbauteile offenbart umso klarer die Ursache für die fehlenden Steifigkeit: Die unterseitig geführten Stahlseile sollen die einzelnen Kettenteile im geöffneten Zustand gegeneinander verspannen und die Einzelteile des Rahmens im aufgerollten Zustand zusammenhalten. Trotz verbesserter Führung und Vorspannung dehnen sich die verwendeten Stahlseile unter der Last. Der gewünschte Formschluss der Kettenteile fehlt – der Rahmen reagiert weich.

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Rollerkonzept II

by admin on 2. November 2014

Nach den Erkenntnissen aus Rollerkonzept I habe ich einen neuen Weg eingeschlagen: Der Roller soll sich aufrollen lassen. Die Größe der Laufräder definiert hierbei den Durchmesser der Rolle.

Die Konstruktion wird deutlich aufwendiger: Der Rahmen besteht aus zehn Teile die mit zwei Stahlseilen verbunden sind. Im aufgebauten Zustand greifen die Rahmenteile formschlüssig ineinander und spannen die unterseitig geführten Stahlseile. Wird der Roller umgedreht, lassen sich die Einzelteil leicht in die entgegengesetzte Richtung aufrollen, wobei sich die schalenförmig ausgebildeten Rahmenteile um die parallel liegenden Laufräder legen.

Der Faltmechanismus funktioniert einwandfrei, zu bemängeln ist nur die Gefahr sich die Finger zu klemmen. Leider ist die Konstruktion nicht steif genug. Die Stahlseile dehnen sich unter der hohen Last und zwischen jedem Rahmenteil gibt es Toleranzen die sich summieren. Ein Roller der sich 5cm absenkt wenn man drauftritt ist nicht vertrauenserweckend.

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Rollerkonzept I

by admin on 19. Oktober 2014


Ziel dieser Studie war die Vorteile kleiner und großer Tretroller zu vereinen:

Kleine Roller oder Kickboards haben eine niedrige Standfläche, wodurch das Abstoßen erleichtert wird. Dank des kurzen Radstands verfügen sie über ein wendiges Fahrverhalten. Der Nachteil liegt in den kleinen Rädern ohne Luftbereifung.

Große Roller haben leichtgängigere Laufräder mit Luftbereifung. Der große Radstand verbessert zwar den Geradeauslauf, nimmt aber die Wendigkeit. Auch ist die Standfläche zwangsläufig etwas höher um Unebenheiten überfahren zu können.

Bei dem realisieren Konzept steht der Fahrer auf einer einklappbaren Standfläche neben dem Hinterrad. Um ein Verkippen des Rollers zu verhindern stützt sich sein Standbein gegen eine ergonomisch geformte und gepolsterte Fläche auf Kniehöhe ab. Der Roller ist durch seinen kurzen Radstand sehr wendig, die Standfläche ist extrem niedrig und Lenker sowie Standfläche sind einklappbar.

Theoretisch sollte dieses Konzept die ideale Lösung darstellen. Leider fühlt sich das Fahren sonderbar an. Die Abstützung am Knie ist notwendig, behindert aber die Tretbewegung. Ein Wechsel des Beins ist nicht möglich: Es kann immer nur das linke Bein antreiben. Durch die Standfläche neben dem Hinterrad befindet sich der Schwerpunkt zu weit hinten und der Roller neigt zum untersteuern.

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Segmoku

by admin on 15. März 2013

Auf einer japanischen Webseite bin ich auf zahlreiche sehr skurrile Fahrzeugkonzepte gestoßen u.a. auf einen „Segway-Roller“ namens Segmoku.

Nachdem meine eigene Versuche mit einem Einradroller nicht sehr erfolgreich waren, erschien mir dieses Konzept betrachtenswert.

Auf Basis der Segmoku Bauanleitung habe ich das oben abgebildete Fahrzeug mit zwei 20 Zoll Laufrädern gebaut. Die Dokumentation der Segmoku Fahrversuche habe ich erste später gefunden, zu diesem Zeitpunkt konnte ich bereits eigene Fahrerfahrung sammeln (siehe Liniendarstellungen oben):

Das Segmoku ist nicht fahrbar – auf sehr glattem Untergrund kann man einige Meter rollen bevor man nach vorne oder hinten das Gleichgewicht verliert, wobei letzteres die bessere Variante darstellt!

Schließlich habe ich ein lenkbares Vorderrad montiert. Damit wurde das „Segmoku“ immerhin zu einem sehr wendige Spaßmobil.

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Holzfahrrad

by admin on 25. September 2012

Ich habe vor einiger Zeit ein 20-Zoll Holzfahrrad mit 3-Gang Nabenschaltung gebaut. Die Idee war bei den Holzelementen des Fahrradrahmens nur auf Plattenmaterial zurückzugreifen und ohne komplexe Formholzteile o.ä. auszukommen. Der Rahmen besteht aus 18mm Birke-Multiplex das ich mit hochglänzend weißer Schichtstoffplatte kaschiert habe. Steuerrohr, Sattelstütze und Gabel sind aus Stahl.

Bei einem erster Prototyp (Abbildung rechts) habe ich versucht das Steuerlager über Gelenkköpfe zu realisieren. Theoretisch sollte sich durch die Anordnung der drei Gelenköpfe eine steife Konstruktion ergeben, in der Praxis war der Rahmen allerdings viel zu weich.

Daher bekam das Rad schließlich eine schwere, aber dafür besonders steife Stahlkonstruktion aus Steuerrohr, Steuerlager und 1 1/8 Zoll Gabelschaft. Das Rad ist aufgrund seines kurzen Radstandes sehr wendig und gut fahrbar (wenn auch etwas hecklastig). Also besonders praktisch hat sich die Kettenführung innerhalb der Holzrahmenkonstruktion entpuppt. Ein zusätzlicher Kettenschutz ist damit nicht mehr nötig.

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Minifahrrad

by admin on 1. Februar 2011

Ich hatte einen 16″ Laufrädersatz, eine 20″ Federgabel, eine Scheibenbremsnabe inklusive Scheibenbremse, einen BMX Vorbau sowie einige andere Fahrradkomponenten. Einem Mixte Damenradrahmen habe ich dann soweit modifiziert, das sich aus dem Vorhandenen ein Minifahrrad aufbauen ließ.

Die „Kinderfedergabel“ ist zu weich und durch die niedrige Position des Tretlagers empfiehlt es sich das kurveninnere Pedal immer oben zu halten um ein Aufsetzen zu vermeiden.

Davon abgesehen hat das Minifahrrad ein sehr angenehmes und ausgewogenes Fahrverhalten. Die kleinen Räder lassen sich schnell beschleunigen und der Fahrspaß wird durch das Fehlen einer Gangschaltung nicht beeinträchtigt.

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City Bike Konzept

by admin on 28. September 2010

Ich mag individuelle Mobilitätslösungen. Nachdem mir mein Fahrrad geklaut wurde (es ist inzwischen wieder aufgetaucht), habe ich angefangen ein Stadtfahrrad zu bauen. Folgende Aspekte waren mir wichtig:

– verkehrssicher (Lichtanlage mit Standlichtfunktion etc.)
– allwettertauglich (Schutzbleche)
– pflegeleicht (Nabenschaltung, Kettenschutz, Nabendynamo)
– wendig und robust (24″ Laufräder)
– diebstahlsicher (Speichenschloss und „eigenwilliges Äußeres“)
– funktional (Vorrichtung zur Mitnahme von Menschen und Gegenständen)
– preiswert (Verwendung von überwiegend gebrauchten / vorhandenen Bauteile)


Im ersten Schritt habe ich einen 28 Zoll-Damenradrahmen so modifiziert, dass sich mit den 24 Zoll Laufrädern vernünftige Fahreigenschaften ergeben.

Den Rahmen, hier weitgehend von Altlack befreit, habe ich mit zwei zusätzlichen Streben verstärkt und mit einer Aufnahme für einen Frontkorb versehen.

Bei der Farbgebung habe ich mich auf den vorhandenen Fundus an Lackresten beschränkt und ein Taubenblau gewählt. Hier das fertige „City Bike“:

Durch die Aussteifungen ergibt sich ein sehr steifer Rahmen. Die kleinen Laufräder machen das Rad schön kompakt, wobei der große Radstand für einen guten Geradeauslauf sorgt. Hier noch einige Detailansichten:

Die aus dem BMX Bereich stammenden „Achsverlängerungen“ am Hinterrad erlauben es Personen stehend zu transportieren. Der Frontkorb (eigentlich zur Anbringung am Gepäckträger gedacht) kann im Bedarfsfall ausgeklappt werden.

Die Führung des Bremszug musste ich leicht modifizieren, damit es zu keiner Kollision mit dem ausgeklappten Korb kommt. Ein robustes Speichenschloss macht das Abschließen des Fahrrades auf innerstädtischen Kurzstreckenfahrten zu einer schnellen Angelegenheit.

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Lastenrad Eigenbau

by admin on 31. März 2010

Vor 14 Jahren habe ich mir ein Lastenrad gebaut. Da es nicht viel Kosten sollte kamen nur alte Fahrradteile und Sperrmüll zum Einsatz.

Den Hauptteil des Rahmens bildete ein 28 Zoll Herrenradrahmen (rot), die zusätzliche untere Rahmenstrebe stammte aus einem Schwanenhalsrahmen (grün), die Steuerrohrverlängerung erfolgte mittels eines Staubsaugerrohrs (cyan), die Gabel stammte aus einem BMX Rad (blau) und den eigentliche Transportkorb habe ich aus einem Couchtisch konstruiert. Da ich damals noch nicht schweißen konnte, habe ich alles hartgelötet. Eine dicke schwarze Lackschicht verbindet die einzelnen Baugruppen auch visuell:


Aus der anfänglichen Dreigang-Nabenschaltung wurde eine Fünfgang- und schließlich eine Siebengang-Schaltung. Dann bekam die Vorderradgabel Cantilever-Sockel. Aus der Trommelbremse im Vorderrad wurde ein Nabendynamo. Die Sattelstütze müsste ich letztes Jahr nach einem Bruch schweißen (siehe oben), da es heute keine so dünnen Sattelstützen mehr zu kaufen gibt.

Anfang des Jahres stellte ich fest, das der Rahmen stark verzogen war. Eine genauere Betrachtung zeigte einen Rahmenbruch zwischen unterem Rahmenrohr und Tretlager. Zwar ließ sich das Fahrrad noch erstaunlich gut fahren (man musste immer etwa 5 Grad nach links lenken um letztlich geradeaus zufahren), aber das Vertrauen in die Sicherheit des Fahrzeugs, gerade beim Transport von Lasten, war dahin. Ein neuer Rahmen musste her. Die statisch relevanten Rahmenteile wollte ich austauschen, der Korb und einen Großteil der Anbauteile sollten erhalten bleiben. Die Basis des Umbaus bildete wieder ein 28″ Herrenradrahmen. Damit konnte auf den Bau aufwendiger Rahmenlehren verzichtet werden. Dieses Bild zeigt den neuen Rahmen mit dem bereits verlängerten Steuerrohr.


Im nächsten Schritt habe ich den Korb aus dem alten Rahmen herausgeschnitten und an den neuen Rahmen geschweißt.

Das Loch im Oberrohr des alten Rades, das beim Entfernen des Korbs zurückblieb, habe ich mit einem Stück Rohr überbrückt (siehe Bild) um das Fahrrad (auch ohne Korb) temporär fahrtüchtige zu erhalten. Die verbleibenden Arbeitsschritte waren Grundierung aufzubringen, zu lackieren und die alten und neuen Anbauteile zu montieren.

Das neue Rad (Bilder unten) verfügt nun über zwei Felgenbremsen, eine Rücktrittbremse, Standlichtautomatik, 8-Gänge sowie eine gefederte Sattelstütze. Aufgrund leichter Veränderungen in der Rahmengeometrie liegt die Holzplatte des Korbes jetzt oberhalb und nicht mehr unterhalb des Korbrahmens.

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