Kategorie: Kostüme

Dia de los Muertos Kostüm

Das diesjährige Karnevalskostüm war ein Gruppenkostüm: Insgesamt zwölf Personen die sich dem wichtigen mexikanischen Feiertag Dia de los Muertos entsprechend verkleidet haben. Neben schwarzer Kleidung und viel Schminke gehörten große Zylinder, Blumen und bemalte Schädel zu den wichtigsten Accessoires.


Um den „Schädelbedarf“ zu decken haben wir einen Plastikschädel gekauft und darüber 0,5 mm starkes Polystyrol tiefgezogen (siehe Bild oben links). Mit Folienschreibern bemalt, dekoriert (Federn, Schellen, farbigen Schnüre usw.) und auf Bambusstangen montiert ergeben sich daraus individuelle Gehstöcke (siehe Bild unten). Zu diesem Kostüm gehört auch die Stoffschlange, die auf dem obigen Gruppenbild zu sehen ist.

Stoffschlange

Als Teil meines diesjährigen Karnevals Kostüm haben ich eine 230cm lange Schlange gebaut.
Der Kern der Schlange besteht aus handelsüblicher Rohrisolierung. Der Dickenverlauf des Schlangenkörpers lässt sich durch keilförmige Ausschnitte in Längsrichtung realisieren. Im Bereich des Kopfes befindet sich im Inneren der Rohrisolierung ein unter Wärme verformter Kunststoffstab der den Kopf auf der gewünschten Position hält. Um Knickstellen beim Biegen des Schlangenkörpers zu vermeiden sind in regelmäßigen Abständen kleine Keile quer zum Körper herausgeschnitten und die Stoßstellen wieder miteinander verklebt worden. Dadurch ergibt sich der auf dem rechten Bild zu sehende „aufgewickelte“ Grundzustand. Im nächsten Schritt konnte der Körper Stück für Stück mit Stretch-Stoff mit Schlangenlederdruck beklebt werden. Die Oberseite der Schlange habe ich mit der Sprühdose leicht dunkelgrün überlackiert, die Unterseite erhielt einen helleren Grünton. Die weißen Streifen aus Schlangenlederimitat kaschieren die Stoßstellen des Stoffs. Bei den Augen handelt es sich um handelsübliche Puppenaugen, grünen Schlangenaugen waren leider so schnell nicht zu bekommen.

Roboter Kostüm

Hier noch ein Roboter Kostüm das ich bereits letztes Jahr gebastelt habe. Der Gedanke den Kopf des Roboters als Hut zu tragen war Ausgangspunkt der Gestaltung.

Um „normale“ Körperproportionen zu erhalten und den Kopf des Trägers visuell verschwinden zu lassen mussten die Schultern sowie das Becken des Roboters nach oben wandern. Dieser Effekt lässt sich auch durch Andeutungen von Schläuchen und Kabel in aufgedruckter und realer Form relativ gut realisieren.

Das Kostüm besteht größtenteils aus einer Isomattenkonstruktion die mit glänzendem, weißem Gewebeband beklebt ist. Die Durchbrüche z.B. im Brustpanzer habe ich mit bedruckten Textilien hinterklebt. Auch die Bedruckung der Hose ist einfach aufgebügelt.

Spinnenkostüm

Pünktlich zu Karneval habe ich noch ein Spinnenkostüm gebaut. Wobei es eigentlich mehr ein Spinnenhut ist und sich der Träger möglichst „eingesponnen“ kleidet.

Der Körper besteht aus dunkler Isomatte – mit Wellenstruktur und mit glatter Oberfläche. Die Beine sind aus Heizungsrohrisolierung, kräftig zugezogene Kabelbinder verursachen die Einschnürungen. Die insgesamt vier Augen habe ich aus schwarz hinterlackierten, klaren Dekokugel Halbschalen gemacht.

Die Isomatte lässt sich schnell und gut mit Heißkleber verbinden, die Rohrisolierungen lösen sich leider unter der Hitze auf und mussten daher mit Kontaktkleber verbunden werden. Etwas metallisch grüner und schwarzer Lack aus der Sprühdose und schwarzes Fell an den richtigen Stellen lassen den Spinnenhut lebendig werden.

Die Kopfbedeckung ist sehr leicht und gut zu tragen, allerdings hat sich in der Praxis das ausladende Hinterteil als etwas sperrig entpuppt.

Schmetterlings Kostüm

Als Hochzeitsgeschenk habe ich ein Schmetterlingskostüm gebaut. Als Vorlage diente der blauer Morphofalter.
Die Grundidee bestand darin, den Körper als Wiese zu betrachten und nur den Kopf dem eigentlichen Schmetterling zuzuschlagen. Eine mit Watte ausgestopfte Strumpfhose bildet den länglichen Schmetterlingskörper, der den Kopf nach hinten verlängert.

Die Flügel bestehen auf einen Gerüst aus dünnem Federstahldraht, das mit bedrucktem Stoff bezogen ist. Über einen Seilzug der rechts und links am Kopf vorbeiläuft (siehe Abbildung oben) lassen sich die Flügel bewegen. Bei dieser Mechanik kamen Teile aus dem Drachenbau zu Einsatz.

Fühler und Beine aus blauem und schwarzem Moosgummi ergänzen den Insektenkörper.

Das Gesicht wird Blau, der Hals grün geschminkt. Große dunkle Kreise bzw. Ringe um die Augen bilden die Facettenaugen.

Insektenkopf Kostüm

Ich habe ein weiteres Insektenkostüm gebaut. Es handelt sich um einen Kopf, der wie ein Hut getragen wird.

Links zu sehen ist der Kopf in einem frühen Stadium. Die Basis des Kopfes bildet eine große Kugel aus Styropor. Pappe dient zur Vervollständigung der Kopfkonstruktion. Mit Pappmasche habe ich die verbliebenen Löcher verschlossen und Formübergänge weich gestaltet. Zur Grundierung habe ich den Kopf schwarz gestrichen. Anschließend erfolgte eine mehrschichtige Lackierung und das Hinzufügen von Haaren (Abbildung rechts).

Die Augen habe ich rot gestrichen und mit grünlicher Strumpfhose überzogen.

Daraus ergeben sich sehr schöne, metallisch schimmerndernde Facettenaugen, wobei die Farbe je nach Blickwinkel zwischen grün und rot wechselt.

Die Kiefernzangen bestehen aus Schuhsohlenmaterial und sind somit leicht, elastisch und doch formstabil.

Sie sind drehbar gelagert und werden durch Fahrradbremszüge angesteuert.

Im Nacken laufen die Bowdenzüge nach unten, am Rücken entlang durch den Ärmel bis zur rechten oder linken Hand. Durch einfache Bewegungen der Hand können nun die Kiefer beliebig schnell auf- und zugefahren werden.

Die entomologisch unkorrekte Öffnung zwischen den Augen erfüllt eine überaus wichtige Lüftungsfunktion für den ansonsten zu gut isolierten Kopf des Trägers.

Die borstigen Haare sind für die Wirkung der Verkleidung besonders wichtig. Hier habe ich auf verschieden starke Kabel mit schwarzer Ummantelung zurückgegriffen. Auf den beiden kleineren Bildern ist der Ausgang der Bowdenzüge zur Steuerung der Kieferzangen zu sehen.

Gottesanbeter/in Kostüm

Wer in Köln wohnt kommt am Karneval nicht vorbei. Also stand auch dieses Jahr der Bau eines Kostüms auf dem Programm. Um sich mit Verkleidung auch in vollen Kneipen bewegen zu können sind ausladende oder harte Kostüme zu vermeiden. Die einzige Möglichkeit „anzubauen“ sind hohe Kopfbedeckungen. Aus dieser Grundüberlegung entstand die Idee sich als Gottesanbeter zu verkleiden.
Aus zwei Isomatten (Körper und Arme), einem Styropor Ei (Kopf), einem transparenten Deko Ei (Augen), etwas Pappmache, Draht und grüner Farbe habe ich einen „Gottesanbeter-Hut“ gebaut. Hier die Isomatte, ein Fangarm sowie der Kopf vor dem Zusammenbau:

Kombiniert mit einem grün eingefärbten Overall, einem OP-Kittel sowie grüner Schminke ergibt sich ein schlüssiges Gesamtkostüm. Merke: Beim Durchqueren von Räumen leicht in die Knie gehen.